-Aktuell-

Die Maschine

Heutzutage wird eigentlich nur noch die elektrische Maschine benutzt. Dieses Verfahren ist im Gegensatz zu den älteren relativ schmerzarm und eignet sich aufgrund der gleichmäßigen Vibrationen gut für feine Bilder. Die Tattoopistole kann von dem Tätowierer nahezu wie ein Malpinsel geführt werden. Das Patent auf die Tätowierungsmaschine, wie sie heutzutage genutzt wird, ist 1891 von Prof. O´Riley eingetragen worden.

 

Das Gerät funktioniert ähnlich wie eine elektrische Türklingel, wie sie fast jeder von uns schon mal im Physikunterricht gebastelt hat, mit angeschlossener Nadel. Am Kopf der Maschine befinden sich ein oder zwei Magnetspulen, die durch Zuführung von Strom aktiviert werden. Die über den Spulen befindliche Metallfeder wird von den Spulen angezogen, biegt sich nach unten und bewegt dadurch die angeschlossene Nadel.

Wenn die Metallfeder nach unten gezogen wird, unterbricht sie den Stromkreis und die Magnetspulen werden wieder ausgeschaltet, die Feder schwingt wieder nach oben. Dort schließt sie wieder den Stromkreis und das gleiche beginnt wieder von vorne. Dadurch wird die an der Feder angeschlossene Nadeln auf und ab bewegt.

 

Manche Tätowierer erhöhen die Spannung der Feder, indem sie zusätzlich Gummibänder um die Pistole spannen. Also nicht erschrecken, das Ding ist dann nicht zusammengeschustert, sondern für den speziellen Gebrauch optimiert. 

Die dadurch konstant gehaltene Stichfrequenz gewährt einen gleichmäßigen Druck und gleichbleibenden Farbstich. Die Geschwindigkeit, die an dem Netzteil der Maschine eingestellt wird, liegt zwischen 30 und 40 Stichen pro Sekunde.

In früheren Zeiten, als diese moderne Pistole noch nicht verbreitet war, haben findige Artisten elektrische Rasieraparate umgebaut. Der Effekt war der gleiche, allerdings oft nicht handlich genug. Damit wird aber in der Regel bei professionellen Tätowierern nicht mehr gearbeitet.

 

Bei der Rotary- Maschine wird mittels Elektromotor eine Drehbewegung erzeugt, die über einen Exzenter die notwendige Auf- und Abwärtsbewegung ergibt. Die mit dem elektromotor angetriebene Maschine hat im Gegensatz zur Magnespulenmaschine eine sehr große Laufruhe und ist mit bis zu 18.000 Hüben pro Minute erheblich schneller.

Magnetspulenmaschine

Rotarymaschine

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